Die Augenmuskeln

Vier gerade und zwei schräge Augenmuskeln sind für die Beweglichkeit des Auges zuständig. Sie sorgen dafür, daß das Auge bewußt in viele verschiedene Richtungen gedreht werden kann. Die Einstellungen der Muskeln sind dabei so exakt, daß das Bild des rechten und des linken Auges exakt übereinanderliegen. Egal aus welchem Blickwinkel auch immer, die beide Augen fixieren das gleiche Bild. Nur so ist räumliches Sehen überhaupt möglich. Auch beim Wechsel von Nah- auf Fernsehen, der Akkomodation, sind die Augenmuskeln beteiligt.


augenmuskeln 01

Übersicht der Augenmuskeln
Der äußere gerade Muskel
(musculus rectus lateralis) bewegt das Auge beim Blick nach außen.
Der innere gerade Muskel
(musculus rectus medialis) bewegt das Auge beim Blick nach innen, Richtung Nase.
Der obere gerade Muskel
(musculus rectus superior) wird für die Blickrichtung nach oben benötigt.
Der untere gerade Muskel
(musculus rectus inferior) wird für die Blickrichtung nach unten benötigt.
Der obere schräge Muskel
(musculus obliquus superior) ist zuständig für die Blickrichtungen nach unten und leicht nach außen, Rotationsbewegung.
Der untere schräge Muskel
(musculus obliquus inferior) ist zuständig für die Blickrichtungen nach oben und nach außen.
Der Lidheber
(musculus levator palpebrae superioris) veranlasst das Heben und Senken des Oberlids.
Der Sehnerv
(nervus opticus) wird gebildet aus den gebündelten Nervenbahnen. Er enthält ungefähr 1 Million Nervenfasern. Der Sehnerv verläuft in der Augenhöhle s-förmig, und kann sich extremen Augenbewegungen gut anpassen.

Die Muskeln arbeiten paarig, d.h. jeweils ein Muskel balanciert den Zug des anderen aus. Der obere und der untere Augenmuskel ermöglichen die Augenbewegung in der senkrechten Richtung, während der innere und äußere Augenmuskel für die Seitwärtsbewegung (horizontal) der Augen zuständig sind. Die beiden schrägen Muskeln ermöglichen das Rotieren des Augapfels.